Manuelle Lymphdrainage - Physio Lehmann van Netten

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Lymphdrainage
   
Was ist überhaupt Lymphe?


Lymphflüssigkeit besteht aus Bestandteilen der interstitiellen Flüssigkeit, wie Eiweiß, Fette, Zellen (Lymphozyten, Granulozyten, Myozyten, Erytrozyten), Krebszellen und Zelltrümmer, sowie Bakterien, Kohlenstaub aus der Lunge und Fremdstoffe wie Tusche oder ölige Kontrastmittel.
Da nur 90% derjenigen Menge des Blutgefäßsystems die filtriert wurde auch wieder reabsorbiert wird, benötigt der Organismus einen zusätzlichen Mechanismus zur Beseitigung des Restes von 10% --- das Lymphgefäßsystem.

Das Lymphgefäßsystem stellt keinen geschlossenen Kreislauf, sondern einen zusätzlichen, lebensnotwendigen, parallelen Weg der Rückführung (neben dem venösen System) dar, allerdings mit zusätzlichen spezifischen Aufgaben.

Die Lymphgefäße einer Körperregion oder der einzelnen Organe ziehen zu regionalen Lymphknoten (z.B. Becken, Leiste, Achselhöhle, Ellenbeuge, Kniekehle, Hals), von hieraus in den großen Lymphgefäßstämmen vereinigt und münden im Bereich der Venenwinkel in den venösen Kreislauf. Das Ziel der Manuellen Lymphdrainage ist es vor allem den Abstrom aus dem Gewebe zu fördern, ohne gleichzeitig den Zustrom zu verstärken.

Anwendungsbereiche der Manuellen Lymphdrainage

   Ödeme (venöse und Lymphattische Abflussstörungen)
   Postoperative und posttraumatische Zustände (z.B. Sudeck Syndrom)
   Erkrankungen des rheumatischen Formenkreis (Polyarthritis, Bechterew, degenerativer und Weichteilrheumatismus)
   Erkrankungen des neurologischen Formenkreis (Apoplex, Ms, spastische und schlaffe Paresen, Kopfschmerz)
   Hauterkrankungen (Akne, Psoriasis)
   Sportphysiotherapie

Unterstützende bzw. ergänzende Maßnahmen wie die Kompressionstherapie, Bewegungstherapie und Atemtherapie machen die Lymphödemtherapie zu einem komplexen Behandlungsprogramm = Komplexe physikalische Entstauungstherapie bzw. Therapeutische Lymphdrainage.

 
 
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