Psychomotorik - Physio Lehmann van Netten

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Psychomotorik
   
Bei der Psychomotorik wird der Mensch ganzheitlich betrachtet im engen Zusammenhang zwischen Wahrnehmen, Erleben und Handeln. Auch sein soziales Umfeld soll mit in die Therapie einfließen. Behandelt werden insbesondere Entwicklungsverzögerungen bei Kindern, auch in der Frühförderung, aber auch Erwachsene mit motorischen Schwierigkeiten.
Die Therapie kann einzeln oder in Gruppen durchgeführt werden, letzteres ist zusätzlich sinnvoll für die Entwicklung eines angemessenen Sozialverhaltens, erlernen von Konfliktlösungsstrategien und den Umgang mit Misserfolgen. Bei den Übungen soll der Körper bewusst eingesetzt werden, es gibt viele Bewegungsübungen, gerade bei Kindern auch mit spielerischem Charakter und der bewusste Einsatz von Körper und Materialien kommt zum Tragen. Neben motorischen Schwierigkeiten werden so auch die Folgeerscheinungen, wie Lernschwierigkeiten, Konzentrationsprobleme und Verhaltensauffälligkeiten behandelt.
Was bedeutet das?

Bei der Psychomotorik handelt es sich also um eine ganzheitliche Bewegungserziehung, bei der motorische, psychische und soziale Komponenten eine Einheit bilden (d.h. sowohl Körper als auch Geist werden angesprochen).
Durch sie kann die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern gefördert werden. Grundlegend ist die Vorstellung, dass Kinder über Sinneswahrnehmungen ihre Umwelt erfahren und mit Handlungen (z.B. Bewegung, Sprache, Mimik) reagieren, durch die wiederum die Umwelt beeinflusst wird.
Eine gestörte kindliche Wahrnehmung kann zu unangepassten Handlungen führen, die entsprechende Reaktionen der Umwelt bewirken. Durch eine gezielte Beeinflussung von Wahrnehmungen und Handlungen versucht die Psychomotorik die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Die Methode wird vorwiegend bei Kindern ab dem 3. Lebensjahr., aber auch bei Erwachsenen mit Auffälligkeiten im Bewegungs-, Wahrnehmungs- und Verhaltensbereich eingesetzt.


Indikationen:
Kinder mit Auffälligkeiten und Störungen im Bewegungs-, Wahrnehmungs- und Verhaltensbereich. Beispiele:

   Unruhige, überaktive Kinder mit mangelhafter Steuerung
   
der Bewegungen (Hyperkinetik)
   Unkonzentrierte, leicht ablenkbare Kinder
   Ängstliche und gehemmte Kinder
   Motorisch ungeschickte Kinder mit Koordinationsschwäche /-störung
   Kinder mit stark abweichendem Entwicklungsstand im
   
Altersvergleich
   Kinder mit verminderter Reaktionsfähigkeit, Gleichgewichtsstörungen
   antriebslose, träge, schnell ermüdbare, inaktive Kinder
   Kinder mit Kontaktstörungen „Außenseiter“
   Kinder mit mangelhaftem Körperschema

Wie sieht das nun aus?


Die Therapie wird in Kleingruppen mit 3 – 4 Kindern durchgeführt. Hierbei werden mit vielen unterschiedlichen Materialien spezielle Situationen geschaffen, in denen die Kinder spielerisch bestimmte Ziele erreichen sollen, z.B. Förderung der Wahrnehmung, Bewegungskoordination, Konzentration, Kooperation und Angstüberwindung.
Durch:
   Tanz,
Rhythmus, Übungen mit der Stimme, Pantomime, Theater
   Zauberei,
Clown-Spiele, Jonglieren, Partnerakrobatik

Verschiedene Parcours oder „Spielewelten“ werden geschaffen, je nach Themengebiet und Zielsetzung (Autorennparcours mit Rollbrett etc).


 
 
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