Sensorische Integration - Physio Lehmann van Netten

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Sensorische Integration
   
Sensorische Integration ist die Fähigkeit des Gehirns, sensomotorische Information so zu koordinieren und zu organisieren, dass ein Mensch sich selbst und seine Umwelt möglichst präzise wahrnimmt und zu Lernprozessen oder adaptiven (angepassten) Verhalten in der Lage ist (J.Ayres).

Jeder von uns nimmt die Reize unserer Umwelt unterschiedlich wahr. Dies ist von der Funktion der Sinnesorgane, von den erworbenen Erfahrungen und Erinnerungen und von der Verarbeitung im Gehirn abhängig.

Wir haben sieben Sinnessysteme:

   Visuelles System / Sehen / Auge
   Auditives System / Hören / Ohr
   Taktiles System / Tasten, Berühren / Haut
   Kinästhetisches System / Tiefensensibilität, Bewegungsempfinden /
   
Sehnen, Muskeln, Knochen
   Vestibuläres System / Gleichgewichtsregulation / Vestibulärapparat im Ohr
   Geruchssystem / Riechen / Nase
   Geschmackssystem / Schmecken / Mund, Gaumen, Zunge

Sie arbeiten nie getrennt, sondern bilden eine Einheit. Isst man z.B. einen Apfel, dann nimmt man ihn mit folgenden Sinnen wahr: Schmecken, Riechen, Sehen, Fühlen, Gewicht des Apfels.

Unter einer sensorischen Integrationsstörung versteht man eine Verarbeitungsstörung der sinnlichen Eindrücke im Gehirn. Dies wird bei den Kindern oft in der motorischen, vegetativen und emotionalen Reaktion sichtbar. J.Ayres spricht von „einer Art Verkehrschaos im Gehirn“.

Verarbeitungsstörung treten oft schon im Säuglingsalter auf: Schreibabys / häufiges Erbrechen / will nur getragen werden. Meistens werden die Störungen aber erst im Kindergarten erkannt: Zappelphilipp / tollpatschiges, grobes Kind / stilles, schüchternes Kind / lautes Kind.

Die Ziele der sensorischen Integrationsbehandlung bestehen darin, das  Wahrnehmungsempfinden zu verbessern. Das Kind soll lernen, die Sinneseindrücke besser zu ordnen und zu verarbeiten und dadurch ein besseres Selbstwertgefühl zu entwickeln.
Die Verbesserung der Sensorischen Integration (SI) ist eine wichtige Grundlage für alle Entwicklungsbereiche.


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